Band

◼ JAPANISCHE KAMPFHÖRSPIELE 2023. Von links nach rechts: Christof Kather, Anselm Joel Brümmer-Aschenbeck, Robert Nowak, Martin Freund, Marco Bachmann (vorne).

„Sieg der weißen Impotenz“

SAUNACLUB NEUSCHWABENLAND Anselm Joel Brümmer-Aschenbeck, süße 30, ist neben seiner Tätigkeit als Frontschwein in verschiedenen Hardcore- und Metalbands, zu denen neuerdings auch JAPANISCHE KAMPFHÖRSPIELE zählen, Kinderintensivpfleger und leidenschaftlicher Kaffee-Sommelier.

Von Marziana Marzipan
04.02.2023, 10:36 Uhr


Marzipan: Herr Brümmer-Aschenbeck, Sie sind der Neue bei JAPANISCHE KAMPFHÖRSPIELE. Wie ist es dazu gekommen? Und ist es für Sie, der Sie beruflich als Kinderintensivpfleger tätig sind, nicht etwas seltsam, in ihrer Freizeit nun mit Menschen zu arbeiten, die gefühlt doppelt so alt sind wie Sie selbst? Wie waren die ersten Proben auf der Geriatrie?

B.-Aschenbeck: Der Kontakt kam über meine andere Band SHOCKGNOSIS zustande. SHOCKGNOSIS-Gitarrist Kai Koslik und JAKA-Trommler Christof kennen sich unter anderem von einem gemeinsamen Projekt namens TITI NITI. Ursprünglich war ich nur als einer von vielen Sängern angefragt worden, die für das kommende ZURÜCK IM DRECK-Album von JAKA einen Song einsingen sollten. Nachdem Christian Markwald dann bei JAKA ausgestiegen war, geriet ich in die engere Nachfolger-Auswahl und wurde schlussendlich als neuer Frontmann engagiert. Die ersten Proben verliefen gut. Ich habe darauf geachtet, dass alle ausreichend trinken und Christof sich nicht wundsitzt auf seinem maroden Drumhocker. Zur Zeit bin ich dabei, Pflegehilfsmittel zu organisieren. Mir sind bei der Probe dann doch einige Dinge aufgefallen.

Marzipan: JAPANISCHE KAMPFHÖRSPIELE gelten in Expertenkreisen als eine ziemlich politische Band. In einem ohne sein Wissen heimlich auf einer öffentlichen Damentoilette gefilmten Interview, welches man auf x-hamster.com bestaunen kann, behauptete Christof unlängst, dass er es aus neurowissenschaftlicher, psychologischer und soziologischer Sicht für verständlich und nachvollziehbar hält, dass die Gewalt, die mit dem Raubbau an den natürlichen Ressourcen der Erde, dem Umgraben und großflächigen Versiegeln von Böden, der Verschmutzung von Luft und Wasser, dem industriellen Massenmord an Tieren und so weiter einhergeht, Gegengewalt hervorruft. Wie stehen Sie dazu? Würden Sie sich auf einer Autobahn festkleben?

B.-Aschenbeck: Kleben auf Straßen finde ich behämmert. Geht doch lieber den Politikern auf den Sack und nicht der Arbeiterklasse! Ich wäre für Kleben an Olafs Tür. Oder klebt dem Lindner eine! Ansonsten hasse ich Menschen. Wird Zeit, dass wir aussterben.

Marzipan: Okay. Sprechen wir lieber weiter über Musik. Erzählen Sie doch einmal, wer außer Ihnen alles auf den kommenden Alben von JAPANISCHE KAMPFHÖRSPIELE singt. Wer sind die anderen Gäste auf ZURÜCK IM DRECK? Die Rede war einmal von insgesamt 14 angefragten Gastsängern. Haben diese wirklich alle etwas beigesteuert? Und wer sind die "Oldenburger Kumpels", die auf dem BLASKAPELLE BÜRGERMEISTER BRATWURST BIER GESCHENKEKORB BIBELSTELLE BUMSKABINE BIENENSTERBEN VÖLKERMORD-Album zu hören sein sollen?

B.-Aschenbeck: Auf BLASKAPELLE BÜRGERMEISTER BRATWURST BIER GESCHENKEKORB BIBELSTELLE BUMSKABINE BIENENSTERBEN VÖLKERMORD sind insgesamt vier Gastsänger zu hören: T von der großartigen Blackmetal-Band FRIISK, Daniel Bremer von LETTEROX SALVATION, Daniel Meinzer von GORILLA PANIK und BY A STORM und Tom von KARLOFF und SLAUGHTERDAY. Lorenz Anders, in dessen Studio wir die Vocals aufgenommen haben, hat ebenfalls ein paar Sachen gedoppelt. Die Crewshouts wurden von meinen BY A STORM-Mitstreitern Nick Hespe und Alex Schlüter sowie allen eben Aufgezählten übernommen. Ach ja, zwei Mädchen namens Liv und Lulu sind noch mit von der Partie. Die haben diese FFF-Kids-Vocals gemacht, die auf der ersten Single zu hören sein werden. Und der Kather hat am Ende noch eingeshoutet, was einfach nicht so gut geworden war ... Wie ihr seht, habe ich eigentlich fast gar nichts gemacht, bekomme aber die Lorbeeren. Bei WILLKOMMEN IM DRECK sind alle außer Christian dabei, glaube ich. Also Tom von SODOM auf jeden Fall.

Marzipan: Sie stellen ihr Licht ganz schön unter den Scheffel. Herr Kather lobte Ihre stimmliche Bandbreite und Ihre Fähigkeit, die jakatypisch sehr schnellen Gesangslinien gesungen zu bekommen. Dazu würden Sie das Kunststück vollbringen, "stellenweise mit der Stimme von Tom Araya zu singen und dabei aber zu intonieren wie Jens Rachut", wie er der Frauenzeitschrift ARKADAŞ erzählte.

B.-Aschenbeck: Stimmlich würde ich mich als Deathmetal-Sänger im Hardcore bezeichnen. Die SLAYER-Stimme habe ich für JAKA verfeinert. Bei BY A STORM geht es eher in den Youth Crew. Für die BLASENBEIMBUMSEN-Platte habe ich mehr Thrashmetal mit einfließen lassen. Rachut muss ich mir immer noch anhören. Aber sagen Sie das bloß nicht Christof! Das schnelle Singen der JAKA-Songs fiel mir zu Anfang nicht so leicht. Das kam mit der Zeit.

Marzipan: Gibt es auf den kommenden Alben noch Gäste außer den Gastvocalisten? Also Gastmusiker?

B.-Aschenbeck: Da muss ich auf Station nachfragen. Moment ... Ah! Hier kommt gerade die Antwort auf meine Nachfrage wegen der Gesangsgäste auf DRECK rein. Ich finde es immer toll, wenn ältere Menschen sich neuer Technik nicht versperren. Der Kather schreibt: "Christoph Thiem ist bei einigen Stücken dabei. Wollte ursprünglich nur einen Song einsingen. Dasselbe gilt für Kris Thies von KINSKI. Ansonsten gibt es Beiträge von Thomas Such, unserem Ex-Ex-Ex-Ex-Ex-Shouter Simon Schaffrath, Julian Schumertl von PROCESSOR, einem Brasilianer namens Caio Kozlowski", der offenbar polnische Vorfahren hat, aber aussieht wie ein echter Brasilianer - sein Bewerbungsfoto zeigt ihn mit Surfbrett am Strand von Copacabana, "und Manni und Paula, die auch schon auf unserem DEUTSCHLAND VON VORNE 2-Album mitgemacht haben. Der Bredahl hat es leider nicht geschafft, den extra von Thomas Ottersen ins Dänische übersetzten Sozialphobiker einzusingen." Ich frage eben wegen weiterer Gästen. Kai von SHOCKGNOSIS hat ein paar Gitarren eingespielt. Soviel weiß ich.

Marzipan: Wie sieht es aus mit Live-Shows? Wann kann man JAKA in der neuen Besetzung erstmalig live erleben?

B.-Aschenbeck: Das FUCK THE COMMERCE-Festival ist bislang unser einziges Konzert in diesem Jahr. Ich fahre da aber vor allem wegen DISBELIEF hin und zum Saufen. Es kann also sein, dass Martin dann eventuell alles alleine singen muss. Weitere Bookinganfragen gerne immer schicken an jaka@soc8y.de oder einfach anrufen. Unsere Gagen fallen inzwischen etwas höher aus aufgrund der Zusatzkosten, die dadurch entstehen, dass Liegendtransporte und Windeln etc. bezahlt werden müssen. In Härtefällen lassen wir aber mit uns reden. So. Kather antwortet auf die zweite SMS: "Kai hat paar Nummern eingespielt, weil Robert zu faul war, alles zu spielen." Das sagte ich ja bereits. "Bony ebenfalls." Das ist mein Vorvorgänger. Der mit den roten Haaren. Eigentlich also Sänger. Er spielt aber angeblich alle Instrumente, die es gibt und hat dazu ein absolutes Gehör ... behauptet der Kather. "Marco hat die Gitarren auf der PSYCHO PUNKER-Coverversion gespielt." Marco Bachmann ist unser Bassist. Also kein Gast. Was diese Coverversion auf dem Album verloren hat, weiß der Himmel. Eigentlich gehört sie ja auf eine DEUTSCHLAND VON VORNE 3. Aber egal. So. ich muss los. Paar Leute wenden.

Marzipan: Herr Brümmer-Aschenbeck, ich danke Ihnen für das Gespräch.

RICHTIGSTELLUNG:
In dem Interview der letzten Woche hatte Opa Christof behauptet, JAKA-Produzent Ramon Smith habe dazu geraten, alle Songs Part für Part zu veröffentlichen, bevor das Album erscheint. Hierzu erklärt Herr Smith: "Ich habe keineswegs empfohlen, die Songs einzeln zu veröffentlichen! Das ist aktuell Mode, aber ich finde es grausig! Bitte lasst das! Ich bin kein Freund von "immer kleinere Häufchen, dafür immer öfter!"."

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Christof Kather

„Poweryoga für Abgehängte“

ENDZEITSTIMMUNGSPUNK Mit der Lieferung von Leopard-2-Panzern geht der Krieg in Osteuropa in eine neue, gefährliche Phase. Das aber interessiert uns herzlich wenig. Viel aufregender ist, dass JAPANISCHE KAMPFHÖRSPIELE am vergangenen Wochenende nach anderthalb Jahren endlich einmal wieder geprobt haben. Und zwar zum allerersten Mal mit dem neuen Sänger Anselm Joel Brümmer-Aschenbeck, der in den letzten Monaten gemeinsam mit paar Oldenburger Kumpels und anderen Vögeln, die man übers Internet kennengelernt hatte, gleich zwei neue Alben der Band eingesungen hat. Trommler, Texter und Grafiker Christof Kather, 47, über Deep Fakes, Wertpapierhandel, zusammenbrechende Lieferketten, Babyboomer und die kommenden Releases BLASKAPELLE BÜRGERMEISTER BRATWURST BIER GESCHENKEKORB BIBELSTELLE BUMSKABINE BIENENSTERBEN VÖLKERMORD und ZURÜCK IM DRECK.

Von Marziana Marzipan
30.01.2023, 11:02 Uhr


Marzipan: Aus einem Interview mit der Schülerzeitung ARKADAŞ der Horst-Schimanski-Gesamtschule Duisburg-Ruhrort war gegen Ende letzten Jahres zu erfahren, dass Sie mit ihrer Band an einem neuen Album mit dem etwas ausufernden Titel BLASKAPELLE BÜRGERMEISTER BRATWURST BIER GESCHENKEKORB BIBELSTELLE BUMSKABINE BIENENSTERBEN VÖLKERMORD arbeiten. Dazu hatten Sie schon vor längerer Zeit angekündigt, ein weiteres BACK TO ZE ROOTS-Album mit neu aufgenommenen Klassikern aus ihrem "Mordsoeuvre" produzieren zu wollen. Wie weit sind die Aufnahmen zum neuen Album vorangeschritten? Und wann können wir mit BACK TO ZE ROOTS 2 rechnen?

Kather: Das Interview, von dem Sie sprechen, ist natürlich ein Fake. Zwar gibt es das Musical "Horst Schimanski", nicht aber die Horst-Schimanski-Gesamtschule.

Marzipan: Darf man so etwas denn? Ein Interview faken? Macht man sich damit nicht unglaubwürdig?

Kather: Wir leben im Zeitalter der Deepfakes. Da ist so was durchaus erlaubt. Wir haben uns also eine App besorgt, welche, wenn man sie mit Interviews, die eine bestimmte Person zuvor gegeben hat, füttert, ein Interview ausspuckt, das sich so täuschend echt liest wie als wäre es mit ebendieser Person geführt worden.

Marzipan: Zuletzt hatten Sie über ihren bandcamp-Account verlauten lassen, dass jemand EUR900,- gespendet hätte. Auch das ein Fake?

Kather: Nein. Das stimmt. Allerdings hat derjenige einen entsprechenden Gegenwert erhalten. Und zwar hatten wir, um die Produktion des kommenden Albums bezahlen zu können, die Manuskripte der darauf enthaltenden Songtexte vorverkauft. Neben vier anderen Sammlern, die für diese spezielle Art von Wertpapieren jeweils um die EUR100,- bezahlt hatten, hat zuletzt auch dieser offenbar gut situierte Hardcore-Fan - vielleicht ist derjenige aber auch einfach nur verrückt? - diesen hohen Betrag überwiesen. Dafür haben wir ihm natürlich sämtliche noch übrig gebliebene Manuskripte geschickt.

Marzipan: Haben Sie keine Angst, dass diese Texte schon vorab geleakt werden?

Kather: Nein. Beziehungsweise wäre das ja sogar cool. Leider sind unsere Fans aber zu integer, um so etwas zu tun. Früher hatte ich immer die Angst, dass meine Texte, wenn das entsprechende Album dann endlich raus käme, inhaltlich schon überholt sein könnten. Inzwischen weiß ich, dass dies eine vollkommen irrationale Angst war, da dafür eine Katastrophe eintreten müsste, die die Menschheit nicht überleben würde. Wie wir ja gerade mal wieder sehen, ändern die Menschen ihr Verhalten sogar angesichts einer Vielzahl von Krisen nicht. Die zum Teil über zwanzig Jahre alten Texte der Stücke, die wir für ZURÜCK IM DRECK - so der Titel des zweiten BACK TO ZE ROOTS-Albums - neu aufgenommen haben, sind nach wie vor aktuell.

Marzipan: Trotzdem wollten Sie zu zweien dieser Stücke neue Texte verfassen, wie Sie Radio Leipzig im April des letzten Jahres erzählt hatten.

Kather: Sie sind gut informiert. Ja. Das habe ich auch. Insgesamt sogar zu dreien. Das aber, weil die ursprünglichen Texte einfach nicht gut waren. Sie kamen noch aus einer Zeit, als Texte mehr Mittel zum Zweck waren.

Marzipan: Zurück zur eigentlichen Frage. Wann können wir mit den Veröffentlichungen von BLASKAPELLE BÜRGERMEISTER BRATWURST BIER GESCHENKEKORB BIBELSTELLE BUMSKABINE BIENENSTERBEN VÖLKERMORD und ZURÜCK IM DRECK rechnen? Und inwiefern werden sich die Alben voneinander unterscheiden? In dem gefakten ARKADAŞ-Interview war zu lesen, dass JAPANISCHE KAMPFHÖRSPIELE sich auf BLASKAPELLE noch weiter von ihren Ursprüngen entfernt hätten als auf den beiden letzten Alben schon.

Kather: Beide kommende Alben, also BRATWURSTBIER und DRECK, sind bereits im Mix, so dass sie bald ins Presswerk gehen und hoffentlich noch dieses Jahr veröffentlicht werden können. Die Artworks sind fertig. BIBELKABINE bekommt ein schönes farbiges und DRECK ein schwarzweißes, passend zu dem im Gegensatz zum ersten BACK TO ZE ROOTS-Album sehr punkigen Sound. Wir haben das mit dem Back to ze Roots dieses Mal sehr ernst genommen. Unter anderem spiele ich auf DRECK die damals schon kaputt gewesene Snare aus den Anfangstagen. Das BUMSWURST-Album dagegen ist so avantgardistisch wie es nur irgend geht. Was das Artwork von BIBELBRATWURST angeht, habe ich länger als üblich mit mir gerungen. Also immerhin fast zwei Tage lang. Es ist schon einigermaßen niveaulos, wie Sie dann, wenn die Platte raus kommt, sehen werden. Da aber der Titel ja auch schon grenzwertig ist und aufs erste Lesen etwas bemüht daher kommt, dachte ich mir: Scheiß drauf.

Marzipan: Was sieht man denn auf dem Cover?

Kather: Uns vier mit heraushängenden Bratwurstpimmeln vor einem an den Hinterläufen aufgehängten und in zwei Hälften zerteilten Schlachtkörper, wobei wir uns mit einer App, die einen älter macht, älter gemacht haben.

Marzipan: Sie vier? Sind JAKA jetzt nur noch zu viert?

Kather: Martin war zum Fototermin nicht erschienen, machte gerade Urlaub auf Texel.

Marzipan: Sie sagten, dass Sie hofften, dass die beiden Alben noch in diesem Jahr erscheinen können. Was sollte dem im Wege stehen?

Kather: Die aktuelle Weltlage und das damit einhergehende, längst überfällig gewesene Zusammenbrechen der Lieferketten.

Marzipan: Welches Album werden Sie zuerst veröffentlichen?

Kather: Da JAKA 2023 ihr 25jähriges Bandjubiläum feiern, hatte ich an einen Doppelrelease gedacht. Und zwar unter dem an den Herbst '77 angelehnten Motto "the big Rausbringe". Unser Produzent Ramon Smith riet mir aber dazu, das Material nicht auf einen Schlag zu verfeuern, sondern ganz im Gegenteil häppchenweise. Also möglichst sämtlicheTracks beider Alben als Singles und erst dann die Alben. Man mache das heutzutage so. Davon abgesehen ist es aber im Falle des neuen Albums vielleicht auch gut, das Publikum peu à peu an das, was JAKA 2023 so machen, heranzuführen. Das könnte den Schock etwas abmildern.

Marzipan: So krass haben Sie sich von Ihren Wurzeln wegentwickelt?

Kather: Ja. In den kommenden Tagen wird mit "Auschwitz-Bullerbü" eine erste Single des BABYBOOMER BIMMELBAHN-Albums veröffentlicht. Danach soll eine mit dem Titel "Alles ist zerrechnet" folgen. "Bullerbü" wird noch einigermaßen gut verdaut werden, schätze ich. "Zerrechnet" könnte uns dann erste Einbrüche in unserer ohnehin schon überschaubaren Fangemeinde bescheren. Es könnte aber auch genau andersrum kommen: Vielleicht lassen sich durch unsere neuen Protestsongs auch bei einer größer werdenden Handvoll von Menschen evolutionär antrainierte Reaktionsmuster deaktivieren, was sicher nur einen minimalen Aufschub der bevorstehenden Apokalypse bedeuten würde, trotzdem aber schön wäre.